Homeoffice – Traum oder Albtraum?

Foto (Pixabay.com): Homeoffice

Bedingt durch SARS-CoV-2 (COVID-19) und dem damit einhergehenden Versuch, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, ist die Zahl der Personen, die im Homeoffice arbeiten, deutlich angestiegen. Jeder fünfte Bürger arbeitet aufgrund des neuartigen Coronavirus erstmals von Zuhause aus.

Die fortschreitende Digitalisierung vereinfacht die Einrichtung eines mobilen Arbeitsplatzes durch die technischen Voraussetzungen sowie eine einfache Vernetzung und ortsunabhängige Kommunikation mit Kollegen, Partnern und Kunden.

Besonders für Eltern, Personen, die sich um Pflegebedürftige im eigenen Haushalt kümmern oder für Personen, die selbst in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, stellt das Arbeiten von Zuhause eine optimale Methode dar. Die Arbeitszeiten können flexibel an die Umstände vor Ort angepasst werden. Erziehungsberechtigte können beispielsweise mit dem Arbeitgeber vereinbaren, einige Arbeiten am Abend zu erledigen, sobald die Kinder schlafen.

Doch all die Freiheiten bringen auch Gefahren mit sich, da nicht jeder mit dieser Form des Arbeitens zurechtkommt. In Folge des Vorurteils, dass man von Zuhause aus nicht genug arbeiten würde, setzen sich viele „Heimarbeiter“ unter Druck, leiden unter Schlaflosigkeit und gönnen sich nicht genügend Erholungszeiten. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Studien sogar ergeben, dass Personen im Homeoffice in ihrer Tätigkeit um ca. 13 % produktiver sind.

Das größte Risiko beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden ist das Vermischen von Job und Privatleben. Einerseits erfordert es ein gewisses Maß an Selbstdisziplin, sich von alltäglichen Dingen nicht ablenken zu lassen, andererseits sollte man klare Arbeits-, Pausen- und Feierabendzeiten sowie Zeiten der Erreichbarkeit für Dritte definieren, um eine gesunde „Work-Life-Balance“ zu finden.

Um die fehlenden sozialen Kontakte zu kompensieren und die Arbeit mit den Teamkollegen zu stärken bzw. das Betriebsklima zu verbessern, hilft es, regelmäßige Austauschgespräche zu führen und Videokonferenzen einzuberufen.

Da Konzentration durch körperliche Bewegung gesteigert wird, ist es darüber hinaus empfehlenswert, sich zwischendurch Erholungspausen zu gönnen, in denen z.B. kurze Trainingseinheiten eingebaut werden. Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft kann helfen, ausgeglichener und produktiver zu sein.

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